Vergleich der Dispozinsen: So zierten sich die Banken

Wenn die Stiftung Warentest an die Tür klopft, bedeutet das nicht immer etwas Gutes. Die Tester schauen schließlich ganz genau hin, sind wirtschaftlich unabhängig und nehmen kein Blatt vor den Mund. Wenn sie ein Produkt oder eine Dienstleistung für schlecht halten, dann sagen sie das ganz offen. Haben Deutschlands Banken Angst vor den Testern? Jedenfalls zeigten sie sich während der Recherchen für den aktuellen Vergleich der Dispozinsen sehr verschlossen. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, weigerten sich viele Institute, Angaben zur Höhe ihrer Zinsen zu machen. Handelt so ein Unternehmen, das nichts zu verbergen hat und das mit gutem Gewissen hinter seinen Angeboten steht? Vermutlich nicht.

Die Warentester ließen sich von der mangelnden Kooperationsbereitschaft der Banken natürlich nicht abschrecken, sondern schicken Tester inkognito zu den Banken. Mehr als 600 Geschäftsstellen mussten auf diese Weise besucht werden, weil die Konditionen auch online nicht zu finden waren. Besonders dreist: Mehr als zwei Dutzend Mal weigerten sich die Bankangestellten, die Konditionen für einen Dispokredit bekannt zu geben. Selbst hartnäckigen Nachfragen verweigerten sie sich.

Die gute Nachricht: Die Warentester fanden durchaus auch günstige Zinsen für Dispokredite.

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