Kredite online: So erkennen Sie seriöse Anbieter

Die Zahl der Banken und Kreditvermittler im Internet ist riesig. Millionen Treffer in den Suchmaschinen, Werbung überall und „hilfreiche“ Tipps in diversen Foren – kein Wunder, wenn man bei der Suche nach einem geeigneten Partner in Sachen Kredit schnell den Überblick verliert.

Die Treffer, die ganz oben in den Suchmaschinen erscheinen, sind leider nicht immer die besten. Doch in der Regel findet man tatsächlich schon unter den ersten 20 oder 30 Einträgen ein paar verlässliche und seriöse Anbieter. Unsere Checkliste für empfehlenswerte Kreditvermittler hilft Ihnen, die besten Angebote zu finden und sich vor Kreditabzocke zu schützen.

Checkliste: So finden Sie einen seriösen Kredit

Ordentliche Webseite: Geldangelegenheiten sind eine ernsthafte Sache. Wer Ihr Vertrauen gewinnen will, sollte mindestens eine vernünftige Webseite haben. Mit einer richtigen Domain (Adresse), einem professionellen Design und fehlerfreiem Deutsch.

Transparente Informationen: Entscheidend sind nicht schöne Bilder und große Werbeversprechen auf der Webseite. Stattdessen kommt es darauf an, dass Sie die wirklich wichtigen Informationen problemlos finden: Zu welchen Konditionen werden Kredite vergeben? Wer kann Darlehen erhalten und wer nicht? Was müssen Sie ganz konkret tun, um einen Kredit zu bekommen?

Anständiges Impressum mit Adresse und Telefonnummer: In Deutschland schreibt das Telemediengesetz ein Impressum für gewerbliche Angebote im Internet vor. Wer online Waren oder Dienstleistungen anbietet, muss also seine vollständigen Kontaktdaten angeben. Dazu gehören neben dem Firmennamen die postalische Adresse, eine Mailadresse sowie eine Telefonnummer. Seriöse Unternehmen haben nichts zu verbergen und machen Ihnen die Kontaktaufnahme so einfach wie möglich. „Schwarze Schafe“ hingegen wollen möglichst im Verborgenen agieren. Sie versuchen, sich hinter Postfächern zu verstecken oder geben gleich eine Adresse in der Karibik an.

Kostenlose Anfrage möglich: Kreditvermittlung ist eine Dienstleistung, die letzten Endes nicht umsonst ist. Ihr Geld bekommen die Vermittler aber nicht vom Kunden direkt, sondern als Provision von der Bank. Diese Kosten sind in den effektiven Jahreszins eingerechnet. Einen Lohn für ihre Arbeit (also den Vergleich verschiedener Darlehen) erhalten die Kreditvermittler ausschließlich im Erfolgsfall. Die Anfrage muss immer kostenlos sein. Und wenn Sie sich gegen das Darlehen entscheiden, dürfen ebenfalls keine Gebühren anfallen. Wer Ihnen vor der Anfrage oder vor der Zusendung des Kreditvertrags eine Rechnung schickt, verdient Ihr Vertrauen nicht. Klicken Sie dann lieber weiter zu einem wirklich vertrauenswürdigen Anbieter.

Auch nach der Anfrage wachsam bleiben

Bei manchen „schwarzen Schafen“ der Kreditbranche beginnen die Probleme erst nach dem Absenden der Kreditanfrage. Eigentlich sieht auf der Webseite alles ganz gut aus, und man verspricht Ihnen die kostenlose Annahme Ihrer Kreditanfrage. Den Kreditvertrag, und hier kommt der entscheidende Haken, sollen Sie allerdings nur gegen Bargeld erhalten. Konkret sollen Sie entweder eine Rechnung vorab bezahlen oder die Kreditunterlagen per Nachnahme entgegennehmen – gegen die Zahlung von nicht selten dreistelligen Summen.

Unser dringender Rat: Bezahlen Sie in einem solchen Fall nicht!

Bei seriösen Anbietern sind sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem Darlehen in den Raten enthalten. Sie brauchen also keine Zahlungen direkt an einen Kreditvermittler zu leisten – und schon gar nicht im Vorfeld, bevor Sie eine definitive Kreditzusage in der Tasche haben.

Ein weiterer Trick: Mitunter wird auch lediglich eine „Finanzsanierung“ anstelle eines Kredits angeboten. Sie bekommen dann für viel Geld eine Aufstellung Ihrer Außenstände (die Sie vorher selbst eingereicht haben) und ein paar oft weitgehend wertlose Zusatz-Infos – aber mit großer Sicherheit keinen Kredit.

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