Konto im Minus? Dieser Sofort-Plan hilft

11-konto-minusWenn das Konto im Minus ist, kann der Blick auf die Kontoauszüge schon mal Sorgenfalten auf der Stirn auslösen. Denn nicht nur die Summe hinter dem Minuszeichen ist das Problem, sondern es sind vor allem die Zinsen für die Überziehung. Wenn der Kontostand negativ ist, bedeutet dies, dass der betroffene Kunde einen Dispositionskredit seiner Bank in Anspruch nimmt. Dieser Dispo wird einmal vereinbart und steht dann immer zur Verfügung.

Genau diese leichte Verfügbarkeit ist ein Teil des Problems, denn sie verführt dazu, den Dispo auch tatsächlich zu schnell zu nutzen. Viele Verbraucher sehen den mit der Bank vereinbarten Verfügungsrahmen sogar fast wie ein Guthaben an. Nur dass das Geld in Wahrheit nicht ihnen gehört, sondern der Bank. Und die „Leihgabe“ lässt sich das Institut teuer bezahlen: Die Zinsen für Dispokredite sind in aller Regel deutlich höher als die Zinsen für normalen Ratenkredite. Selbst bei vergleichsweiser guter Bonität ihres Kunden bewegen sich die Banken hier schnell im zweistelligen Bereich – und das in Zeiten, in denen die Leitzinsen der Zentralbanken weltweit immer noch nahe Null liegen.

Ist ein Dispokredit generell etwas „Schlechtes“? Natürlich nicht. Er hat durchaus seine Berechtigung als schnelle und unkomplizierte Lösung, wenn akute Finanzengpässe drohen. Wenn unerwartete Rechnungen ins Haus flattern, das Auto kaputt geht oder die Waschmaschine streikt – dann reicht der Kontostand oft nicht aus, um alle Kosten zu decken. Der Dispo dient in einem solchen Fall als „Puffer“, der die Zahlungsfähigkeit erhält und die drängenden Probleme – scheinbar – löst. Wirklich gelöst sind sie natürlich nicht, sondern eher verschoben. Denn logischerweise will die Bank das verliehene Geld zurückhaben, und die Zinskosten steigen mit jedem Tag.

Gelingt der Kontoausgleich nach einigen Wochen (zum Beispiel mit dem nächsten Gehaltseingang), dann ist alles gut. Klappt das aber nicht und bleibt das Konto über einen längeren Zeitraum im Minus, dann ist aktives Gegensteuern gefragt. Konkret bedeutet das: Es gilt dafür zu sorgen, dass der Kontostand wieder ins Positive dreht oder dass zumindest eine „schwarze Null“ erreicht wird. Reichen die „normalen“ Zahlungseingänge, vor allem das Gehalt, dazu nicht aus, braucht es einen „Plan B“. Und dieser kann in der Aufnahme eines Sofortkredits bestehen, mit dem das Konto ausgeglichen wird.

Also Schulden gegen Schulden tauschen, mögen Kritiker da einwenden. Im Prinzip schon, aber die Zinsen sind der entscheidende Faktor: Wenn die Effektivzinsen des Ratenkredits deutlich niedriger sind als die Dispozinsen, dann macht der Verbraucher ein gutes Geschäft.

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