Archiv für den Monat: April 2020

So bekommen Sie trotzdem Kredit

Mal eine Rechnung vergessen und die Mahnung übersehen, schon ist es passiert: Bei der Schufa wird ein negativer Eintrag gespeichert. Was auf den ersten Blick wie eine ärgerliche Kleinigkeit wirkt, kann sich mit der Zeit als großes Problem entpuppen. Denn eine „schlechte Schufa“ bedeutet zum Beispiel, dass es bei den meisten Banken in Deutschland keinen Kredit mehr gibt. Oftmals sind nicht einmal der Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung im Geschäft oder ein neuer Handyvertrag möglich.

Es gibt also gute Gründe, negative Schufa-Merkmale zu verhindern und gegen bereits vorhandene Einträge vorzugehen. Das führt jedoch leider oftmals nicht zum Erfolg – und das rächt sich spätestens dann, wenn man das nächste Mal frisches Geld braucht. Eine Kreditanfrage bei der Hausbank und bei anderen großen Geldinstituten wird dann mehr oder weniger automatisch abgelehnt. Ausgesprochen oder unausgesprochen ist stets die „schlechte Schufa“ der Grund. Selbst wenn ein relativ hohes Einkommen vorhanden ist, führen allein die negativen Schufa-Merkmale dazu, dass die Einschätzung der Banken lautet: „nicht kreditwürdig“.

Zum Glück für die Betroffenen sind jedoch nicht alle Banken gleich. Es gibt durchaus auch Institute, die ihre Kreditentscheidung nicht allein auf der Basis von (oft sehr alten) Einträgen bei der Schufa treffen. Diese Banken schauen sich vielmehr die Situation des Interessenten im Hier und Jetzt an. Und wenn die Prüfung ergibt, dass sich der Verbraucher sein Darlehen problemlos leisten kann, dann gibt es sehr oft eine Zusage.

Es kann sich in diesem Fall um einen Kredit ohne Schufa handeln, es kann allerdings auch ein „ganz normaler“ Kredit sein – je nachdem, wie gravierend die Negativmerkmale bei der Schufa sind. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Zusage in solchen Fällen in aller Regel nicht von einer der großen Banken kommt, die jeder kennt. Vielmehr handelt es sich um kleinere, privat geführte Geldhäuser. Man findet sie sowohl im Inland als auch im benachbarten Ausland. Eine gute Hilfe sind erfahrene Kreditbroker wie Bon-Kredit, die ohne Vorkosten das beste Angebot von verschiedenen Banken heraussuchen – auch und gerade dann, wenn die Schufa-Auskunft ein paar Schönheitsfehler hat.

Konto dauerhaft im Minus? Jetzt handeln!

kontominus-dispoEin negativer Kontostand ist ein klares Alarmsignal, wenn dieser Zustand länger als sechs bis maximal acht Wochen anhält. Dann nämlich handelt es sich nicht mehr um einen vorübergehenden Engpass, sondern um ein strukturelles Problem. Und dieses Problem kann nur mit einem klaren Plan gelöst werden.

Schritt eins ist eine ehrliche und schonungslose Analyse. Wenn es finanziell eng wird, neigen viele Menschen dazu, den Kopf in den Sand zu stecken oder auf ein kleines Wunder zu hoffen. Beides ist aber in den meisten Fällen nicht besonders hilfreich – eher im Gegenteil: Denn je länger man die Dinge (in die falsche Richtung) laufen lässt, desto schwerer wird es später, das Ruder herumzureißen. Es geht also darum, sich klar zu machen, warum das Konto im Minus ist und auf den Cent genau zu ermitteln, wie viel Geld für den Kontoausgleich erforderlich ist.

In Schritt zwei geht es darum, dieses Geld zu beschaffen. Gibt es irgendwo Reserven, zum Beispiel auf einem schlecht oder gar nicht verzinsten Sparkonto? Dann ist es angesichts der oft sehr hohen Dispozinsen sicher sinnvoll, das Konto mit dieser Reserve ins Plus zu bringen. Gibt es keine Rücklagen oder sollen diese aus guten Gründen nicht angetastet werden, kann ein Ratenkredit die Lösung sein. Dieser Plan geht auf, weil die Zinsen für einen normalen Kredit normalerweise deutlich niedriger sind als die Dispozinsen. Es lohnt sich also, nur die Zinsen für den Ratenkredit zu zahlen und sich dadurch von den hohen Zinsen für den Dispokredit zu befreien.

Schritt drei hängt mit Schritt zwei zusammen, weist aber mehr in die Zukunft. Ein akutes Finanzproblem zu lösen, ist eine schöne Sache. Doch wenn schon nächsten oder übernächsten Monat erneut Minuszahlen auf dem Kontoauszug auftauchen, ist in Wahrheit nicht viel gewonnen. Es geht deshalb um eine realistische Planung der kommenden Ausgaben. Hier sollten sowohl geplante Aufwendungen berücksichtigt werden als auch solche Ausgaben, die überraschend auftauchen können. Ist zum Beispiel Geld übrig für den Fall, dass das Auto in die Werkstatt muss oder dass die Waschmaschine streikt? Was passier, wenn der Energieversorger eine Nachzahlung haben will oder das nächste Mal die Versicherungsbeiträge abgebucht werden?

Für geplante und ungeplante Ausgaben sollte ein ausreichender Puffer zur Verfügung stehen. Und dieser Puffer sollte eben nicht der Dispokredit als scheinbar einfachster Weg sein. Besser ist es, den Ratenkredit etwas großzügiger zu kalkulieren: Ist das Konto mit 3.000 Euro im Minus, nimmt man zum Beispiel 5.000 Euro Kredit auf. Die 2.000 Euro wandern dann als Reserve aufs Konto und bleiben dort auch möglichst lange. Das ist der beste Schutz gegen ein erneutes Abrutschen in den teuren Dispokredit.