Archiv für den Monat: Januar 2020

Die beste Laufzeit für Ihr Darlehen

Kredit ist nicht gleich Kredit – zwischen den Darlehen verschiedener Banken gibt es teilweise große Unterschiede. Selbst wenn die Kreditsumme exakt gleich ist, können sich bei den Zinsen und damit auch bei den monatlichen Raten extreme Abweichungen ergeben.

Doch auch innerhalb nur einer Bank gibt es viele verschiedene Darlehen. Das liegt zum einen daran, dass die Konditionen für jeden Kreditnehmer individuell berechnet werden. Zum anderen spielt die Laufzeit des Vertrags eines Rolle. Sie hat erhebliche Auswirkungen auf diesen Zinssatz und auf die monatliche Belastung. Um die optimale Variante zu finden, sollte man sich deshalb von der Bank verschiedene Möglichkeiten ausrechnen lassen.

Die üblichen Kreditlaufzeiten liegen zwischen 12 und 120 Monaten. Als Kreditnehmer hat man also zwischen einem und zehn Jahren Zeit, um das geliehene Geld zuzüglich der Zinsen an die Bank zurückzuzahlen. Extrem lange Laufzeiten von 100 und mehr Monaten sind in der Regel nur bei sehr hohen Kreditsummen und bei Immobilienfinanzierungen sinnvoll. Bei Ratenkrediten mit so langer Laufzeit verlangen die Banken nämlich oft relativ hohe Zinsen. Sie sichern sich damit für den Fall ab, dass das allgemeine Zinsniveau im nächsten Jahrzehnt wieder ansteigt – und das ist mehr als wahrscheinlich.

Kürzere Laufzeiten sind zumeist mit günstigeren Zinsen verbunden, so dass die Gesamtkosten für das Darlehen gering bleiben. Allerdings muss mit jeder Monatsrate ein größerer Teil der Restschuld getilgt werden – mit der Folge, dass die Monatsraten entsprechend höher ausfallen als bei langen Laufzeiten. Bei einem relativ hohen Einkommen ist das zumeist kein Problem. Wer jedoch mit spitzem Bleistift rechnen muss, sollte lieber eine etwas längere Laufzeit zwischen 48 und 72 Monaten wählen. In diesem Bereich sind die Zinsen zumeist noch recht attraktiv, zugleich bleiben die monatlichen Kreditraten in einem überschaubaren Rahmen.

Schlechte Schufa? So bekommen Sie trotzdem Kredit

Eine schlechte Schufa und der Wunsch nach einem Kredit schließen sich normalerweise aus. Denn bei einer negativen Kreditauskunft vergeben große Banken in der Regel keine Darlehen. Das bedeutet: Schon eine vergessene Handyrechnung oder ein zu spät gezahlte Rate kann dazu führen, dass Sie wegen negativer Schufa-Merkmale keinen Kredit bekommen.

Bedeutet dies, dass Sie sich überhaupt kein Geld mehr von der Bank leihen können? Nein, das heißt es nicht – denn zum Glück gibt es genügend Alternativen, bei denen eine schlechte Schufa keine Rolle spielt.

Die Rede ist von Banken, die sich bei ihrer Kreditentscheidung nicht einseitig auf die Schufa-Auskunft verlassen – sondern die wissen, dass eigentlich ganz andere Faktoren entscheidend sind für die Frage ob man sich einen Kredit leisten kann oder nicht. Denn wichtiger als Informationen über das Zahlungsverhalten in der Vergangenheit ist ja die aktuelle finanzielle Situation. Es geht also darum, ob sich ein Kreditinteressent die gewünschte Finanzierung leisten kann, d.h. ob sein Einkommen ausreicht.

Banken, die Kredite auch bei schlechter Schufa oder sogar Kredite ohne Schufa vergeben, überprüfen deshalb die momentane finanzielle Situation der Kreditinteressenten. Von einem zu geringen Schufa-Score hingegen lassen sich sich nicht abschrecken.