Archiv für den Monat: Juli 2019

Schufa-Eintrag und trotzdem Kredit – so funktioniert es

Mit einem negativen Schufa-Eintrag bekommt man keinen Kredit. Diese Meinung ist ebenso weit verbreitet wie falsch. Denn wenn man an der richtigen Stelle nach einer Finanzierung fragt, dann sind kleine Schönheitsfehler bei der Schufa kein Hindernis.

Woher aber weiß man, welches die „richtige“ und welches die „falsche“ Stelle für eine Kreditanfrage ist? Ziemlich klar ist die Sache, wenn man bei einer der bekannten Großbanken nach einem Darlehen fragt. Dort gibt es kaum noch Menschen, die eine Kreditentscheidung treffen. Die Entscheidungen fallen vielmehr computergesteuert in den sogenannten „Kreditfabriken“. Dort ist es tatsächlich so, dass der Schufa-Score und mögliche negative Einträge den Ausschlag geben. Schon bei kleinen Abweichungen von der Norm (zu viel „Risiko“ und zu viel Aufwand aus Sicht der Banken) gibt es eine Absage.

Bezogen auf die großen Banken, die beinahe jeder kennt, ist also die eingangs zitierte weit verbreitete Meinung durchaus richtig. Wenn es um „die Banken“ geht, dann spielen aber eben nicht nur die großen Konzerne eine Rolle. Daneben gibt es auch noch in durchaus großer Zahl private Banken und sonstige Geldgeber, deren Philosophie sich von den Großbanken sehr deutlich unterscheidet.

Und genau dort haben all jene Verbraucher eine reelle Chance, die wegen ihrer Schufa-Einträge bei den Großbanken zuvor abgelehnt wurden. Das Problem: Viele der kleineren Banken aus der zweiten oder dritten Reihe sind kaum bekannt. Es braucht deshalb Kreditvermittler, die den Kontakt zwischen Kreditsuchenden und den für sie „passenden“ Geldhäusern herstellen.

Wie läuft eine Kreditanfrage trotz Schufa-Eintrag? Im Prinzip genauso wie jede andere Anfrage auch. Nur dass der Kreditvermittler die Kreditprüfung nicht in dem Moment abbricht, in dem ein zu niedriger Score-Wert oder ein negativer Eintrag zum Vorschein kommen. Vielmehr läuft die Suche nach einem fairen Darlehen weiter – bei jenen Banken, die trotz negativer Schufa Kredite vergeben.

Entscheidendes Kriterium ist hierbei das Einkommen. Wenn es ausreicht, um die Lebenshaltungskosten und die berechnete Kreditrate zu tragen, steht einer Finanzierungszusage nichts im Weg.

Was wollen die Banken für eine Kreditzusage haben?

kreditzusage-bankenWenn man bei der Bank nach einem Kredit fragt, dann wird der Antrag geprüft. Woran liegt es nun, dass der eine Kunde eine Genehmigung erhält und der andere nicht? Was genau wollen die Banken eigentlich sehen und hören, damit sie Geld verleihen?

Im Zentrum der Kreditprüfung steht immer das individuelle Einkommen. Das Gehalt muss ausreichen, um die wichtigsten Lebenshaltungskosten zu decken. Dazu gehören Miete, Strom, Lebensmittel, Versicherungen usw. Damit diese Berechnung nicht unnötig komplex wird, legen die Banken in aller Regel eine Pauschale zugrunde. Weiterhin müssen die Einkünfte ausreichend Spielraum für die Zahlung der geplanten Kreditrate lassen.

Die Prüfung der sogenannten Kredittragfähigkeit nimmt die Bank nicht nur aus Eigeninteresse vor sie ist dazu auch gesetzlich verpflichtet. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Verbraucher in die Überschuldung rutschen. Vereinfacht gesagt gilt: Nur wenn die Bank davon ausgehen kann, dass das Darlehen ordnungsgemäß zurückgezahlt wird, darf sie es bewilligen.

Die nötige Sicherheit bei der Erstellung dieser Prognose gibt ein festes und unbefristetes Arbeitsverhältnis, das der Kunde gegenüber der Bank nachweisen kann. Selbständige müssen in der Regel mindestens die letzten beiden Bilanzen und die zugehörigen Steuerbescheide einreichen.

Bei zu geringem Einkommen, bei befristeten Verträgen oder während der Ausbildung sind grundsätzlich keine Kredite möglich.