Archiv für den Monat: Juli 2018

Welche Voraussetzungen muss man für einen Bankkredit erfüllen?

Nicht jeder, der einen Kredit von der Bank haben möchte, bekommt ihn auch. Die Geldhäuser stellen gewisse Anforderungen an jeden Kreditnehmer. Nur wer die Voraussetzungen erfüllt, darf auf eine Kreditzusage hoffen.

Der wichtigste Aspekt ist das verfügbare Einkommen, das der Kreditnehmer nachweisen kann. Dabei handelt es sich in der Regel um das Gehalt, das er vom Arbeitgeber bekommt. Bei Selbständigen wird der durchschnittliche Gewinn eines Monats herangezogen.

Die Einnahmen sind allerdings natürlich nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite stehen die regelmäßigen Ausgaben. Im Rahmen der Haushaltsrechnung zieht man die Fixkosten von den festen Einnahmen ab. So kommt man auf den Betrag, der dem Kreditnehmer effektiv Monat für Monat zur Verfügung steht.

Mit diesem frei verfügbaren Teil des Haushaltseinkommens müssen die möglichen Kreditraten bestritten werden. Belaufen sich die freien Mittel zum Beispiel auf 200 Euro monatlich, ist allenfalls ein relativ kleiner Kredit möglich. Beträgt der finanzielle Spielraum hingegen monatlich 2.000 Euro, ist entsprechend eine wesentlich höhere Finanzierung darstellbar.

Für die Bank zählt bei der Kreditprüfung aber nicht allein die Höhe des Einkommens beziehungsweise des Haushaltsüberschusses. Wichtig ist darüber hinaus, dass die Einnahmen sicher und dauerhaft sind. Bei Angestellten bedeutet das: Sie müssen einen festen Vertrag ohne zeitliche Befristung haben. Wer noch in der Probezeit ist, bekommt im Normalfall keinen Kredit. Bei Selbständigen sehen die Banken generell eine größere „Unsicherheit“ als bei Arbeitnehmern – hier ist die Kreditprüfung deshalb strenger.

Neben einem festen Job mit ausreichendem Gehalt zählt bei den meisten Banken auch eine „saubere Schufa“ zu den Voraussetzungen für eine Darlehenszusage. Mit einer „schlechten Schufa“ gibt es bei den klassischen Geldhäusern in Deutschland beinahe automatisch eine Absage. Allerdings können Kreditvermittler wie Bon-Kredit auch in solchen Fällen häufig eine gute Lösung anbieten. Bei bestimmten Privatbanken sind auch mit negativen Schufa-Merkmalen ganz reguläre Finanzierungen möglich. Und als letzter Ausweg bleiben außerdem auch noch schufafreie Kredite, die insbesondere in der Schweiz angeboten werden.

Entscheidet die Schufa über Ihren Kredit?

Wenn Sie sich Geld von der Bank leihen wollen, dann stellen sie bei einem Vermittler oder bei einer Bank einen Antrag. Formal entscheidet dann die Bank über Annahme oder Ablehnung. In Wahrheit steckt aber oft die Schufa hinter der Kreditentscheidung. Wie kann das sein?

Die Schufa ist eine privat organisierte Firma, die jedes Jahr mehrere Millionen Euro mit den Daten deutscher Verbraucher verdient. Das Unternehmen sammelt Informationen über Kontoverbindungen, Kredite, Ratenzahlungsvereinbarungen und vieles mehr. Zu den wichtigsten Kunden der Schufa gehören Banken, die sich über das Zahlungsverhalten von potenziellen Kreditnehmern informieren möchten.

Die Schufa ermittelt auf der Basis einer geheim gehaltenen Formel den sogenannten Schufa-Score – ein Wert, der angeben soll, wie wahrscheinlich die ordnungsgemäße Rückzahlung eines Darlehens ist. Viele Banken messen diesem Score-Wert eine große oder sogar eine entscheidende Rolle bei.

Sobald ein Kunde einen Kredit beantragt, holt die Bank eine Schufa-Auskunft ein. Unterschreitet der Schufa-Score einen gewissen Mindestwert, ist das Geldhaus zu einer Kreditvergabe nicht bereit. Die Folge: Der Kunde erhält postwendend eine Absage. Die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Kunden werden hier also gar nicht berücksichtigt – die Absage kommt allein aufgrund der negativen Schufa-Auskunft.

Das bedeutet: Selbst wenn Sie ein sehr gutes Gehalt haben und über erstklassige Sicherheiten verfügen, erhalten Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Kredit, wenn negative Merkmale bei der Schufa gespeichert sind. In diesem Fall entscheidet also tatsächlich die Schufa darüber, ob Sie ein gewünschtes Darlehen erhalten oder nicht.