Archiv für den Monat: Januar 2014

Weniger Vollzeitbeschäftigte sind „Hartz-IV-Aufstocker“

Wer Vollzeit arbeitet, kann von seinem Gehalt nicht unbedingt seinen Lebensunterhalt finanzieren. Deshalb gibt es die Möglichkeit des so genannten „Aufstockens“: Betroffene können zusätzlich zu ihrem Arbeitseinkommen Hartz-IV-Leistungen erhalten. Die Zahl der Arbeitnehmer, die auf diese staatliche Unterstützung angewiesen sind, sank allerdings zuletzt deutlich.

Insgesamt gibt es laut einer aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit rund 1,3 Millionen „Aufstocker“ in Deutschland – allerdings ist davon nicht einmal jeder Dritte in Vollzeit angestellt. In absoluten Zahlen: Mitte des Jahres 2013 verdienten nur 218.000 Vollzeitbeschäftigte so wenig, dass sie von der Arbeitsagentur zusätzliches Geld beantragen müssten. Die meisten „Aufstocker“ gehen lediglich einer Teilzeitbeschäftigung nach. Die größte Gruppe bilden die Minijobber.

Keine neuen Kredite für den Staat

Der deutsche Staat braucht derzeit praktisch keine neuen Kredite. Das Statistische Bundesamt hat aktuelle Zahlen vorgelegt, die ein Defizit von 0,0 belegen. Der Wert setzt das Bruttoinlandsprodukt und die Kredite des Bundes, der Länder, der Gemeinden sowie der Sozialversicherungen ins Verhältnis. Bei ganz exakter Berechnung, so vermelden die Statistiker, ergebe sich sogar ein Überschuss von 300 Millionen Euro.

Die „schwarze Null“ kam aber vor allem durch die gute Finanzlage der Sozialkassen sowie vieler Städte zustande. Die Gemeinden brachten es im Jahr 2013 den aktuellen Zahlen zufolge auf einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro. Die Sozialversicherungen nahmen sogar 6,6 Milliarden mehr ein als sie ausgaben. Beide Faktoren führten dazu, dass der Bund sich ein Minus von 6,8 Milliarden „erlauben“ konnte.

Langsam, aber stetig soll die Wirtschaft im Jahr 2014 wachsen – und mit ihr auch die Steuereinnahmen. Das Statistische Bundesamt geht derzeit im Gesamtjahr von einem Plus in Höhe von 0,4 Prozent aus.

Sind Immobilien in Großstädten zu teuer?

Wenn von „Immobilienblasen“ die Rede ist, dann ging es in der Vergangenheit zumeist um überhitzte Märkte im Ausland. In Deutschland, so schien es, sind die Preise auf einem moderaten Niveau. Die Bundesbank warnt aber nun davor, dass Immobilien in manchen deutschen Großstädten bereits deutlich zu teuer sind.

Um bis zu 25 Prozent würden die Preise in manchen Ballungsräumen nach oben abweichen, sagen die Experten der Bundesbank. Als Beispiel nennen sie den Markt für Luxuswohnungen in Frankfurt am Main. Trotz dieser deutlichen Ausschläge nach oben halten die Bundesbanker die Gefahr einer „Blasenbildung“ auf dem bundesdeutschen Immobilienmarkt für gering. Sie sehen „derzeit keine größeren Risiken für die Gesamtwirtschaft“.