Archiv für den Monat: Oktober 2013

Griechenlands Defizit ist gesunken

Gute Nachrichten aus Griechenland waren zuletzt eher selten. Umso überraschter zeigten sich Beobachter nun angesichts der neuesten Haushaltszahlen aus Athen. Das Defizit war zwar im vergangenen Jahr mit rund neun Prozent noch immer dramatisch hoch – es war jedoch mit mindestens einem Prozentpunkt mehr gerechnet worden.

Als Grund für die weniger schlechte Entwicklung verweisen Experten auf den griechischen Stabilitätsfonds, der den kriselnden Banken des Landes helfen soll. Dieser Fonds steht nun anscheinend besser da als zunächst gedacht.

Wie fast immer in Europa steht die vergleichsweise positive Meldung nicht alleine da – es gibt auch ein negatives Gegenstück. Die schlechte Nachricht kommt diesmal aus Irland, das bislang in Sachen Schuldenabbau als eine Art Musterschüler galt. Dort war das Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr ähnlich hoch wie in Griechenland. Es lag bei rund 8,2 Prozent. Dieser Wert fiel 0,6 Prozentpunkte schlechter aus als die bisherigen Schätzungen.

 

DAX auf neuem Höchststand

Der Deutsche Aktienindex hat eine neue Höchstmarke erreicht: Der DAX durchbrach die magische Grenze von 9.000 Punkten. Die Schwelle war vor allem aus psychologischer Sicht sehr wichtig. Experten mahnen aber, dass die stark gestiegenen Aktienkurse nur teilweise durch handfeste Geschäftszahlen untermauert sind. Eine baldige Korrektur könnte deshalb die Folge sein.

Noch ist allerdings die Zahl der Marktteilnehmer groß, die mit weiter steigenden Notierungen für die wichtigsten deutschen Aktien rechnen. Vor allem die optimistischen Aussichten vieler Unternehmen und die Erwartung eines weiteren Aufschwungs würden Anlass zu Optimismus geben, heißt es.

In der vergangenen Wochen meldeten sich verschiedene Unternehmen wie beispielsweise Daimler oder Bayer mit erfreulichen Geschäftszahlen zu Wort. Weitere Berichte großer Konzerne werden in den kommenden Tagen folgen.

13 Milliarden Dollar Strafe für JP Morgan

Faule Kredite und problematische Hypothekengeschäfte gelten als einer der Hauptauslöser für die weltweite Finanzkrise. Das Beben nahm seinen Ausgang in den USA und verbreitete sich dann rund um den Globus. Die Aufarbeitung läuft bis heute und bekam zuletzt eine neue Dynamik. So wurde bekannt, dass die Investmentbank JP Morgan für Verfehlungen rund 13 Milliarden Dollar Strafe zahlen muss. Auf diese Summe einigte sich der Chef der Bank mit dem US-Justizminister.

Im Kern geht es um Verstöße gegen Gesetze beim Verkauf von Wertpapieren und Krediten für Immobilien. Die fraglichen Geschäft sollten in den Jahren 2005 bis 2007 abgeschlossen worden sein. Viele der Wertpapiere, die damals gehandelt wurden, haben heute praktisch keinen Wert mehr.

Französische Firmen wollen mehr Jobs schaffen

Von Arbeitslosenzahlen wie in Deutschland kann die französische Regierung nur träumen. Westlich des Rheins soll nun eine gemeinsame Kraftanstrengung von Politik und Wirtschaft für einen Aufschwung sorgen. Die französischen Unternehmen wollen insgesamt rund eine Million neuen Jobs schaffen.

Diese Zahl, so hat der Arbeitgeberverband nun verkündet, könnte innerhalb von fünf Jahren erreicht werden. Voraussetzung sei allerdings eine spürbare Senkung von Steuern und eine Reduzierung der Arbeitskosten. Frankreichs Präsident Hollande lehnte konkrete Zusagen zunächst ab. Er musste aber einräumen, dass die Trendumkehr auf dem Arbeitsmarkt bislang noch nicht gelungen sei.

In Frankreich liegt die Zahl der Menschen ohne Job bei rund elf Prozent. Das bedeutet eine mehr als doppelt so hohe Quote wie in Deutschland.

Inflation im September gesunken

Die Inflationsrate lag im September deutlich niedriger als im Vormonat. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stiegen die Verbraucherpreis um nur noch 1,4 Prozent. In den Monaten war die Teuerungsrate jeweils nur knapp unter der Marke von 2 Prozent geblieben. Grund für die gesunkene Inflationsrate sind vor allem Entlastungen bei den Spritpreisen und beim Heizöl. So mussten Autofahrer für Benzin und Diesel im Schnitt 6,6 Prozent weniger bezahlen als ein Jahr zuvor.

Deutlich angezogen haben hingegen die Preise für Lebensmittel. Nahrungsmittel kosteten fast 5 Prozent mehr als vor zwölf Monaten. Auch der Strompreis kennt weiterhin nur eine Richtung – steil nach oben. Als Preistreiber entwickelt sich hier immer mehr die Zulage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Mit dieser Abgabe wird die Energiewende finanziert. Sie macht bereits heute einen erheblichen Teil der Stromkosten aus und wird in Zukunft weiter steigen – allein 2014 wohl um einen weiteren Cent je Kilowattstunde.